P u c k i

Hallo, ich bin der Pucki

Ich wurde am 7. April 1999 geboren, bin also mittlerweile schon stolze
3 1/2 Jahre alt.




In meine Familie kam ich im Mai 2000 und bin seitdem auch da - und genau da werde ich auch bleiben !!! Das hat man mir fest versprochen - und ich glaube und weiß es auch.

Mein Leben vorher war alles andere als schön. Leider habe ich es bis heute nicht geschafft, Eure menschliche Sprache zu erlernen, von daher kann ich auch nicht alles erzählen, was ich so erlebt habe. Aber ich werde Euch berichten, was meine Familie so in Erfahrung gebracht hat.

Als ich ungefähr 9 Wochen alt war, wurde ich von meinem Brüderchen getrennt und von dem Tierheim, in dem ich war, vermittelt. Nach einigen Wochen hat man mich dann wieder zurückgeholt, da meine damaligen Menschen mich an die Kette gelegt hatten. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ein kleines, krummbeiniges Dackelmischlings-Baby an die Kette zu legen? Kein Hund gehört an die Kette, das ist schlimm und böse, aber ein Baby, welches doch noch ganz viel Liebe und Zuneigung braucht - das ist gemein.

Dann wurde ich zu einer Familie mit Kindern vermittelt - und nun beginnt das schwarze Loch. Jedenfalls schienen sie mich nach einiger Zeit leid zu sein und brachten mich ins Tierheim zurück. Ich war ihnen nicht einmal eine Ausrede wert.

Nun verbrachte ich einige Wochen im Tierheim. Eine liebe Freundin meiner Familie hat das aber spitz bekommen, und da sie wusste, wo mein Brüderchen lebte, rief sie einfach meine Familie an und erzählte ihr von meinem schlimmen Schicksal.

Meine Familie hat nicht lange gefackelt und gesagt, dass sie mich auf jeden Fall aufnehmen wollten. Erst mal als Pflegehund, denn mein Brüderchen war ja schon da und niemand konnte wissen, ob wir uns auch vertragen würden.

Und dann habe ich sie alle kennengelernt. Flöckchen war sehr lieb und wir wussten auch, dass wir uns schon einmal begegnet sind. Mir ging es zu dem Zeitpunkt sehr schlecht. Ich war krank, traurig und hatte ganz fürchterliche Angst. Aber dadurch, dass wir uns auf Anhieb wieder gut verstanden, durfte meine Familie mich mit nach Hause nehmen.

Alle waren so lieb zu mir, überall waren Hände, die mich gestreichelt haben und dort war auch ein schönes weiches Körbchen. Ich glaube Flöckchen war sehr enttäuscht, dass ich am ersten Tag nicht mit ihm spielen wollte, aber ich war nur noch müde und hatte Bauchschmerzen und wollte nur noch schlafen, schlafen, schlafen ...

Die Tage darauf haben wir uns dann doch hier und da mal gefetzt, denn ich wollte sicher gehen, dass ich mein Zuhause nicht mehr verlassen musste - und wollte alle Zuwendung nur für mich alleine. Aber ich habe schnell gemerkt, dass genug Liebe für uns beide da war, so haben wir uns arrangiert und wurden das beste Team.

Und ich musste noch sooo viel lernen. Niemand hat mir wohl vorher erklärt, wo ich meine Häufchen nur machen darf, ich hatte keinen Plan, was die Worte "sitz" und "platz" bedeuten, Spielzeug kannte ich auch nicht und die Spaziergänge haben mich in Panik versetzt.

Ich hatte vor allem große Angst, egal ob es wackelnde Büsche oder Bäume waren, Autos, Menschen, andere Hunde. Männer und Kinder waren für mich besonders schlimm. Aus lauter Angst habe ich nur noch gebellt.

Und von meinen ganzen Krankheiten, die mich in den ersten Monaten begleiteten, will ich aber jetzt nicht erzählen, bin doch keine alte Frau ... hups, war nicht so gemeint.
Aber jetzt, liebe Leute, geht es mir richtig gut. Wir sind mittlerweile zu dritt hier (unser Schwesterchen Lissy kam nach mir) - und das macht richtig Spaß.

Ach ja, nun hat unsere Familie uns auch noch eine Hundeschule auf's Auge gedrückt. Es ist zwar richtig lustig dort, wir treffen immer ganz viele andere Kumpel, aber der Unterricht, hmm, ich weiß nicht so recht, wofür das Ganze gut sein soll, aber ich mache mit, hmm, gibt ja immer Leckerchen. Was ich nicht so ganz verstehe sind die Kommentare mancher Leute: "Tja, ist halt viel Dackel in dem Kleinen". Ja und, sollen doch die anderen immer schnell die Übungen machen, ich lass mir Zeit, nimm's in Ruhe - und wenn die meinen, wir müssten die Übungen ohne Leine machen, dann gehe ich halt mal ab und zu meine eigenen Wege ...

Im Augenblick haben wir es richtig gut, haben nämlich Hundeschulferien und freuen uns jetzt auf Weihnachten. Ich bin schon ganz gespannt, was uns dieses Mal das Christhündchen bringt.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Euer Pucki




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