P a s c h a

Wie ich zu meinem Pascha kam


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Am 02.12.2001 verstarb mein Dogge-Schäferhundmischling King nach zwei Wochen des Horrors, Bangens und Hoffens an einer heimtückischen Krankheit (Cauda Equina) mit Komplikationen (Nervenentzündung).

Da mir mein King so viel Freude gebracht hatte und ein Hund aus dem Tierheim war, beschloss die ganze Familie spontan, dass der neue Hund wieder ein armes Kerlchen aus dem Tierschutz sein sollte.

Die Sucherei und Telefoniererei ging los. Eigentlich bin ich seither Bewunderer von Bordeauxdoggen. Die gefundenen Exemplare jedoch waren uns einfach zu weit weg, da mit einem recht klapprigen Auto auf der Autobahn nicht viel anzufangen ist.

Mein Ringlein !!! Einen Rüden, den armen Klaus, wollte man uns nicht so gern vermitteln, weil er an schwerer HD litt und auch sonst wohl die Vermittler sehr geschockt ob meinen Verhältnissen waren. Ich geb's zu es hört sich sicherlich für Fremde etwas seltsam an, wie wir hier leben.

Ich habe einen riesigen Bauernhof und lebe mit 7 Kindern und mehreren Hunden, Katzen und Pferden zusammen.

Jedes meiner Kids hat einen eigenen Hund und mein Freund züchtet auf meinem Hof Deutsche Leistungs-Schäferhunde mit roten SV- Papieren für Hundesportler und Behörden.

Ich bin in jedem Fall für Ehrlichkeit, deshalb habe ich bereits am Telefon meine Verhältnisse offengelegt und nix verschwiegen.

Eine Vorkontrolle über 600 km und mehr zu machen nur auf den Verdacht hin, dass es ein Hund bei uns "vielleicht" gut hat, wäre wohl zu viel verlangt gewesen... und ich wollte meinen Hund nicht erst in 4 Monaten oder so, ich brauchte sofort Ablenkung von meinem Kummer.

Also Tierheim Cottbus angerufen, das ist nur etwas über 100 km entfernt.

In den nächstgelegenen Tierheimen war kein sehr großer Hund, den ich auf jeden Fall wieder wollte.

Dort gleich fündig geworden: "Was, Sie wollen einen großen Hund, der schon lange im Tierheim sitzt??? Der größte, den wir hier haben ist der Pascha... Dogge - Schäfermischling, seit einem Jahr bei uns."

Ich wusste sofort, dass da mein Hund auf mich wartet. Wir sind direkt am nächsten Tag hingefahren und haben Pascha sofort mitgenommen.

Augenscheinlich hatte ich die Mitarbeiter sicherlich ein klitzekleines Bisschen überrumpelt, sonst wird dort auch auf Vor- und Nachkontrolle bestanden.

Was soll ich sagen, es ist fast ein ganzes Jahr her und die Nachkontrolle hat auch bereits ohne Mängel stattgefunden.

Pascha ist der Herrscher der Schäferhundmädchen geworden und fühlt sich augenscheinlich bei uns ziemlich wohl. Katzenverträglich ist er mittlerweile auch fast geworden; wir arbeiten ständig daran und immerhin schafft er es schon, die Miezen zu ignorieren.

Vor den Pferden hat er jedoch nach wie vor unheimlichen Respekt; die sind ihm schlichtweg zu groß. Rüden und Hündinnen nimmt er als gegeben an, wenn ihn ein großer Rüde nicht direkt anmotzt.

Und Pascha hat seine Passion entdeckt. Er ist Hundesportler mit Leib und Seele, am liebsten mit seinem kleinen Ringlein (einem Autoreifen), den er herumschleppt und um den ich mit ihm kämpfen muss.

Alles in Allem sind wir sehr glücklich miteinander und durch die kleinen Problemchen, die ich anfangs mit ihm hatte, hat er mich von meiner Trauer um King wirklich prima abgelenkt.

Er und sein Kumpel, der junge braune Großpudelrüde Onyx, welcher seit April diesen Jahres ebenfalls bei uns lebt, sind ganz dicke Freunde geworden und es macht einfach Spaß, die beiden miteinander und mit den Kleinhunden (Yorkiemix und Pekingesenmixe) und Schäfermädels spielen zu sehen.

So viele Hunde im Rudel halten zu können und sie miteinander umgehen zu sehen sowie auch von ihnen und mit ihnen lernen zu können, ist nicht jedem gegeben und ich bin sehr dankbar dafür.

Ich bin der Meinung, bevor man sich beim Züchter einen Welpen auswählt, sollte man einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance geben- es muß nicht immer ein Rassehund sein!!!

www.puppyclip.de.vu




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