F l ö c k c h e n


Hallo, ich bin das Flöckchen



Ein (Schnee)Flöckchen war ich auch, als ich mit 3 Monaten in meine Familie kam. Da hatte ich nur Pünktchen im Gesicht. Heute bin ich eher ein Fleckchen und werde nächstes Jahr im April schon 4 Jahre alt. Meine Familie sagt, dass ich jedes Jahr mehr Pünktchen bekomme. Na, ob das stimmt, weiß ich nicht.

Wenn ich an so viele meiner Kollegen denke, habe ich das Gefühl, ein richtiges Glückskind zu sein, weil ich schon so jung in meine Familie kam. OK, die ersten 3 Monate meines Lebens waren wohl auch nicht so toll, denn ich habe viel Angst.

Leider ist das auch der Grund, warum ich nicht so oft ohne Leine laufen darf, denn wenn ich plötzlich im Wald Jemanden sehe oder auch höre, kann es passieren, dass ich mich erschrecke und Gas gebe.

Ich erinnere mich noch ein wenig an die Zeit, bevor ich nach Hause kam. Ich war zusammen mit meinem Brüderchen in einem Tierheim. Eines Tages wurde mein Brüderchen geholt. Ich kann Euch sagen, ich habe nur noch geweint.

Einige Tage später war es für mich dann auch so weit, ich kam in mein neues Zuhause. Direkt am ersten Tag hat mir dann meine menschliche Schwester gezeigt, wie toll es sich in einem Bett liegen lässt. Hmm, richtig klasse, bin immer unter die Decke geschlüpft.

Nun wollte meine Familie natürlich auch mit mir spazieren gehen.

Ne, ne, das wollte ich dann nun doch wieder nicht. Solange ich noch mein Haus sehen konnte, fand ich es ok.

Aber wehe, die gingen immer weiter mit mir. Da hab ich dann gestreikt und einen tollen Trick gefunden (klappte aber nur bei meinen menschlichen Schwestern). Ich habe den beiden immer in die Schuhe gebissen.

Einmal hat Nina dann ganz entnervt aufgegeben und hat die Schuhe ausgezogen und ging mit mir den Rest der Straße auf Socken nach Hause zurück. Ich fand das toll, sie aber glaube ich fand das nicht so lustig, weil die Nachbarn grinsten.

Ich denke mir, den Nachbarn habe ich eh viel Freude gemacht. Jedenfalls schauten sie oft am Fenster, wenn ich mit meinem Hobby im Garten beschäftigt war. Ich habe nämlich gerne die Wäsche aus dem Keller geholt und auf dem Rasen verteilt.

Meine menschlichen Schwestern konnte ich am besten ärgern. Sie kamen oft und versuchten, mir meine Beute wegzunehmen. Einen Tag bin ich mal mit einem Ding, das Ihr Menschen BH nennt, durch den Garten marschiert und dann kamen sie und versuchten, mir das Ding abzunehmen. Aber ich war schneller und so haben wir Nachlaufen im Garten gespielt. An den Fenstern sah ich grinsende Gesichter und von den Mädels hörte ich oft das Wort "peinlich, peinlich".

Nachdem ich mir sicher war, dass wir immer wieder nach Hause zurückkehrten, bin ich auch liebend gerne spazieren gegangen. In den ersten Monaten habe ich meine Familie ordentlich auf Trab gehalten, denn ich habe viel Unsinn gemacht, nun ja, wie Welpchen nun mal so sind.

Ein Jahr lang war ich der einzige Hund - und man nannte mich immer "Kleiner Prinz".


Eines Tages fuhren wir zu Anna. Dort traf ich mein Brüderchen Pucki. Sofort haben wir gemerkt, dass wir uns kannten und haben uns auch direkt wieder verstanden.

Erstaunt war ich, als Pucki mit uns nach Hause kam - und wisst Ihr was? Er blieb auch.

Nun war ich nicht mehr alleine und hatte einen Spielkameraden, das war toll.

Ein weiteres Jahr später kam dann auch noch unsere Lissy zu uns. Ui, was hat sie uns anfangs gekniepelt.

Fein, wir haben nun akzeptiert, dass sie gerne die Chefin ist, aber was soll's, Hauptsache, wir verstehen uns.

Und was kann man gegen geballte Lady-Power schon ausrichten?

Nun ja, ein schönes Weihnachtsfest kann ich Euch ja nun nicht mehr wünschen, dafür aber einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Knallt nicht ganz so viel, denkt auch an uns Tiere, wir finden das nämlich nicht so toll ...

Euer Flöckchen




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