B r a n c o

Liebe Tierfreunde,

wow, bin ich stolz, dass ich mich hier vorstellen und Euch meine Geschichte erzählen darf!

Ich heiße Branco und bin ein traumhaft schöner Pointerrüde.




Auch wenn mein jetziges Frauchen meint, ich habe die Mentalität eines Sandsackes, so weiß ich doch, dass sie mich sehr sehr lieb hat und mir niemals Ähnliches antun könnte wie mein letztes Herrchen.

Nur ungern erinnere ich mich an die schlimmen Zeiten, die die ersten 18 Monate meines Lebens ausgemacht haben, aber ich denke ich muß es Euch erzählen, weil es noch so viele Brüder und Schwestern gibt, die jetzt in dieser Minute das gleiche erleiden müssen und die nicht wissen wie schön ein Leben auch sein kann!

Schon ganz früh, mit ca 6 Wochen wurde ich von meiner Mutter und meinen Geschwistern weggenommen, kam in eine Familie die eigentlich auch sehr nett war, die Kinder spielten mit mir und man gab mir auch gut zu futtern und bald fühlte ich mich wohl und war nicht mehr so traurig.

Aber bereits 4 Wochen später meinte mein Herrchen, dass es nun an der Zeit sei mich auf die Jagd vorzubereiten. Weil ich ja ein Jagdhund bin freute ich mich auch auf das Abenteuer, doch das sollte mir bald vergehen.

Mein Herrchen brachte mich auf seine Finca, dort stand eine alte, verrostete Blechtonne mit einer Kette; dort wurde ich angebunden, ohne Decke und Futter zurückgelassen.

Das Wasser war bald schmutzig, voller Fliegen und Dreck, aber ich trank, denn etwas Anderes gab es ja nicht um das Brennen in meinem Bauch zu lindern.

Einmal in der Woche kam mein Herrchen und brachte mir altes Weißbrot und andere Essensreste, dann ging er wieder.

Irgendwann habe ich das Gefühl für die Zeit verloren, meine Uhr waren die Essenszeiten und die Versuche meines Herrn mich für die Jagd zu nutzen, doch da er es mir nicht richtig beibrachte, und ich mich immer nur freute wenn ich ein anderesTier sah, wusste ich nicht was Beute ist und so war ich zu gar nichts mehr nutze.

Weil ich versuchte meiner Einsamkeit zu entkommen, habe ich mich aus der Kette gewurschtelt und bin meinem Herrn nachgelaufen, doch das hat ihm nicht gefallen, also hat er mir eine Drahtschlinge um den Hals gemacht und mich so am Boden angepflockt, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte.

Jetzt gab es auch kein trockenes Brot mehr für mich, meine Kräfte schwanden immer mehr, der Versuch mich aus der Schlinge zu befreien hat mir tiefe Narben am Hals verursacht und auch meine Beine und Pfoten waren nur noch schmerzende Wunden.



Ich weiß nicht mehr wie ich dort fortkam, aber plötzlich kam ich in einem Feld wieder zu mir, wo eine Frau ganz lieb mit mir sprach, mich streichelte und mich unter Tränen aufnahm und in ein Auto trug, denn laufen konnte ich nicht mehr.

Sie konnte mich aber leider nicht behalten und hat mich zu einer anderen Frau gebracht, die für mich eine liebe Familie suchen wollte.

Tja meine Lieben, und hier bin ich noch immer und ich habe herausgehört, dass mein jetziges Frauchen mich auch nicht mehr hergeben wird!

Ich lebe hier mit vielen anderen, glücklichen Hunden, die Katzen finde ich auch einfach faszinierend, und ich habe wieder Lebensfreude gefunden, jage durch den Garten und spiele bis mir die Puste ausgeht. ja, und was soll ich Euch sagen, eine Patentante habe ich auch, die ermöglicht mir jetzt sogar mal ein Zusatzleckerli!

So schön kann ein Hundeleben sein, bitte liebe Freunde denkt daran, und nicht nur zu Weihnachten!

Frohe und gesegnete Feiertage wünscht Euch

Euer Branco




zurück zum Weihnachtskalender