B e l l a

Hallo, mein Name ist Bella und ich bin ein hübsches Setter-Mix-Mädchen, aber so hieß ich nicht immer und hier möchte ich euch erzählen, wie ich zu dem Namen und zu meinen neuen Adoptiveltern kam.




In Assisi, Mittelitalien, wurde ich geboren und so richtig weiß niemand wie und wo ich aufgewachsen bin, irgendwann befreiten mich Tierschützer aus einem erbärmlichen kleinen Käfig, der nicht mal ein Zwinger war. So kam ich, halb verhungert, verwahrlost und verfilzt in den Schwarzwald zu Pro Animale.

Mein Fell mußte ganz abgeschoren werden, es war anders nicht mehr zu reinigen.
Oh, wie lebte ich auf, ich durfte mit den vielen anderen Hunden in großen Zwingern rumtoben und nachts durfte ich im Haus schlafen und die Leute waren nett und gaben mir satt zu essen und ich bekam einen Namen: "Osiris".

Eines Tages kamen zwei Menschen in unseren Freilauf und die hatten ganz viele Leckerli in den Händen und haben sie unter uns allen verteilt. Pah, meine Artgenossen waren alle damit beschäftig eine von den Kaustangen zu ergattern, aber ich war viel schlauer, ich habe mich gar nicht darum gekümmert, sondern bin an den beiden Menschen hochgesprungen und habe mit ihnen geschmust.

Ich dachte mir nämlich, wenn die mich mitnehmen, dann bekomme ich nicht nur einmal Leckerli, sondern jeden Tag und meine Rechnung ging auf. Nach einer Woche holten mich meine Adoptiv-Eltern ab.

Oh war ich aufgeregt als ich in meinem neuen Zuhause ankam und was gab es da alles zu entdecken auf diesem großen Grundstück und stellt euch vor, ich darf sogar im Bett schlafen.

Allerdings habe ich mich am Anfang nicht so gut benommen, denn woher sollte ich denn wissen, daß man das Innere des Hauses nicht als Klo benutzen darf, na ja, mein Frauchen war nicht böse, sie hat es mir erklärt und schon am zweiten Tag hatte ich es kapiert.

Außerdem hat meinen neuen Menschen auch mein Name nicht gefallen. Frauchen meinte, "Osiris" ist ein ägyptischer Gott des Nils und des Totenreiches und ich bin doch ein Mädchen aus Italien und hübsch dazu und so wurde "Bella" aus mir.

Seit drei Jahren lebe ich nun bei meinen Menschen und bin eine rundum glückliche Bella geworden und mein Frauchen und Herrchen sagen heute gar nicht mehr, daß ich unzivilisiert bin, sondern sie meinen beide, ich hätte einen supertollen Charakter. Vor allen Dingen aber spüre ich, daß ich geliebt werde und daß mir meine Würde als Hund zurückgeben wurde.

Seit ca. 10 Wochen habe ich noch einen kleinen Bruder bekommen, meine Menschen haben mir erzählt, daß er so viel Angst hat, weil auch er bei ganz schlimmen Menschen gewohnt hat und ich soll lieb zu ihm sein, damit er auch mal so selbstbewußt wird wie ich.

Ist doch klar, daß ich die halbe Portion beschütze, aber wie dankt er es mir - überhaupt nicht - im Gegenteil, er beklaut mich wo er kann. Na ja, lieb habe ich ihn trotzdem und er mich auch und deshalb schlafen wir auch immer ganz einträchtig nebeneinander und ich habe ihm schon ganz tolle Sachen gezeigt, zum Beispiel, wie man Katzen und Raben hinterher jagt. Das hat ihn mächtig beeindruckt.

Liebe Artgenossen, ich wünsche allen von euch dieses Glück, das mir zuteil wurde und nun gesegnete Weihnachten und viele Menschen, die nicht nur zum Fest der Liebe ein Herz für Tiere haben.

Ein freundschftliches Wau-Wau schickt euch allen

Eure Bella


zurück zum Weihnachtskalender